Review zum 1.Heimspiel der Herren Uno
Geschrieben von: Christoph Hein   
Sonntag, den 29. Oktober 2017 um 20:09 Uhr

the wurst is jet to come

Doch eigentlich ging es bei uns im Vorfeld gar nicht um die Wurst. Die wichtigste Frage vor dem ersten Heimspiel war eigentlich nur (Achtung ich zitiere): „4 Guchen (dt. Kuchen) oder 5 Guchen.“
Man kann erkennen die Erwartungen an uns selber werden auch nicht wirklich kleiner. Swag wird zukünftig wohl T E X buchstabiert.
Auch schon früh vor dem Spiel konnte Großes bestaunt werden, so sind wir fußballerisch aktuell wohl so stark aufgestellt wie noch nie. Man könnte meinen in anderen Vereinen wurde in der Vergangenheit der Trainingsfokus vor allem auf Tiki Taka gelegt. So gab es für die Alteingesessenen eine schöne Lehrstunde zur Erwärmung. Da wir Alten aber relativ nachtragend sind, durften sich die Neuen dann von uns gleich unsere Art der Leerstunde abholen und das erste Spiel schön von der Bank verfolgen. Freunde bei uns wird Mobbing noch groß geschrieben. Einzig taktische Zwänge oder vielleicht eine Unachtsamkeit unsererseits spülten Eric in den ersten Sechser. Daran müssen Totti und ich noch arbeiten. So etwas darf uns nicht passieren.
Im ersten Spiel gegen Plauen hatten wir somit natürlich auch Schwierigkeiten den ersten Gang rein zu bekommen. Beim 1:4 Rückstand wurde erst die Kupplung gefunden und Eric schnalzte den ersten Gang gepaart mit 5 Aufschlägchen aber mal ganz geschmeidig ein. Von da an ging es recht nicerisch (©) mit sieben Meilenstiefeln Richtung Satz und später auch Spielende. Sportsfreund mATZE hatte auch wieder einen ganz besonderen Tag. Man hätte ihm auch eine Bowlingkugel hinschieben können und er hätte sie im gegnerischen Feld gewinnbringend unter gebracht. Wo andere einfach immer nur den Typ Brecher auf die Dia Positionen stellen, hat Kollege Matze sich mit Erfolg dem Themenfeld Winkel verschrieben. Raik Raikson erwachte im Spiel auch so langsam, nach vorangegangener Nachtschicht und packte im finalen Ball des zweiten Satzes den klassischen Nacht-durchgemacht-und-mit-Red-Bull-vollgepumpt-Knaller aus. Das der Gegner gar nicht erst zum Block ansetzte und den Dreimeterraum dankenswerter Weise großzügig absperrte, rettete vermutlich Leben. Satz 3 sah dann das Debüt unseres Millionentransfers ******. 6 Sterne Deluxe mäßig wurde auch dieser Satz wie der Zweite mit 25:14 recht sicher eingetütet (wichtig: in einer TÜTE!) Nach 58 launigen Minuten ging es nun endlich um bzw. an die Wurst. An dieser Stelle möchte wir uns auch mal bei der doch recht hohen Zuschauerzahl bedanken. Vermutlich hätten 20 schon gereicht um Zuschauerkrösus zu werden, dass hier allerdings mehr als das dreifache erschien, gibt uns natürlich einen Vorsprung. Scheinbar müssen andere Vereine in der Vergangenheit ihren Trainingsfokus darauf gelegt haben, Leute an zu werben.
Ich kann jetzt auch verstehen, warum Harthau immer nie ihre Halle heizt für Spiele. Mit einer gewissen Anzahl an Klatschfutter wird es auch so schon relativ schön flauschig warm. Verstehen kann ich die Harthauer allerdings nicht wirklich, warum sie 5 min vor Spielbeginn den Geistesblitz hatten, Mannschaftsbilder zu machen... draußen... mit Einzelbildern. Diese Bilder müssen dann aber auch super extravagant sein. Man darf sicherlich darauf gespannt sein.
Gespannt waren wir wie ein Flitzbogen auf das zweite Spiel gegen eben jene selbsternannten harthauer Jungspunde. Auch wenn diese sich nur als kecken Witz selbst so bezeichnen, darf festgestellt werden, gegenüber Mauke kackt ihr alle noch Windeln... von daher lass ich es gelten. Ja ja der Mauke, im ersten Spiel noch auf der Bank geschont und heimlich am Sauerstoffzelt mit Pipeline angestöpelst, wurde nun von der Leine gelassen. Was für Matze mit der Bowlingkugel galt, ergänzte Mauke um den Faktor dreckig, entweder hart auf die Bäuche der Gegner oder noch härter auf die zarten Blockfingerchen. Wäre das Spiel nicht beendet, er würde jetzt vermutlich noch drauf einprügeln. Zarte Blockfingerchen hatten aber auch wir zu bieten und so musste Toffi im zweiten Satz beim Stand von 2:2 eine abermalige Nahtoderfahrung machen und war in den nächsten 20 min beschäftigt, den Finger von der waagerechten zurück in die senkrechte zu entwickeln. Mit einem Erfüllungsgrad von ca. 75 % konnte er dann pünktlich zum dritten Satz die Fleischerhändchen wieder übers Netz halten und das machen, was er am Besten kann (neben Fifa spielen) nämlich hauptamtlich pflücken. Das dafür die Trauben nicht allzu hoch hingen, sorgte unser Aufschlag. Im letzten Aufeinandertreffen noch zu recht mit „desolat“ fast noch gelobt, erlebte unsere Quote diesen Sonntag eine wahre Renaissance. Einzig der Aufschlag von Hühü bleibt in negativer Erinnerung. Wobei ich glaube Aufschlag darf man es auch erst nennen, wenn sich der Ball wenigstens etwas nach vorne bewegt. Ruhm und Ehre. Wenigstens hat das Training mit dem Football Früchte getragen und er konnte seinen eigenen Aufschlag sicher fangen. Den direkten Assist verdiente sich dabei Dave. Man könnte annehmen andere Verein legten in der Vergangenheit ihren Trainingsfokus auf … ach lassen wir das einfach.
Weiteres Herzstück unseres Volleyball Sonntags war im übrigen die Annahme. Aber bei uns gilt auch die folgende Regel: Annahme ist wie gutes Besteck, holen wir nur zu besonderen Anlässen und besonderen Gäste heraus. Hier empfanden wir die gebotenen Gegebenheit und Rahmenbedingungen als entsprechend würdig. Nach abermaligen launigen 68 Minuten standen schlussendlich 3 weitere Tabellenpunkte in den Knax Sparbüchern. Somit verlassen wir den letzten Tabellenplatz und setzen uns auf Platz 1 zumindest in der Heimtabelle und in der Zuschauertabelle. Damit hat natürlich unser Traum nächstes Jahr in der Bezirksliga oben anzugreifen einen herben Dämpfer erhalten. Aber man kann eben auch nicht alles haben an einem launigen Sonntag im Oktober.

Für Textima siegten, aber empfinden 4 Guchen als wesentlicher wie 6 Tabellenpunkte:
Totti, Toffi, Alex, mATZE, Raik, Hühü, Mauke, Henry, Ken, Eric, David Müller und Jenser

 
 
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