01.11.2009 - Damen I - VSV GW Dresden Coschütz & SV Reudnitz
Geschrieben von: Marc Stoll   
Sonntag, den 01. November 2009 um 00:00 Uhr
Eine Mannschaft wächst langsam zusammen

Beflügelt vom erfolgreichen Start in die Saison, war die Vorfreude auf den ersten Heimspieltag groß. Noch dazu zählten unsere Gegner - der VSV GW Dresden Coschütz und der SV Reudnitz - zu den vermeintlich schwächeren in der Liga.
Schon lange zeichnete sich ab woran wir arbeiten mussten, damit wir den spielreichen November gut überstehen. Die letzten Trainingseinheiten waren hart und doch dafür konnten wir auf all unsere Spielerinnen zurückgreifen.
Die Anspannung und Nervosität war bei jedem zu spüren. Bei dem einen mehr, bei anderen weniger. Unser Kapitän Elli versuchte uns die Nervosität etwas zu nehmen und meinte: „Wenn wir an das letzte Training anknüpfen, können wir gewinnen.“

Frohen Mutes gingen wir ans Werk. Die Dresdnerinnen wurden anfangs von unseren Aufschlägen und unserer Spielfreude förmlich überrannt. Durch mehrere Aufschlagserien, eine gute Feldabwehr und einen guten Block gewannen wir den ersten Satz leicht und locker mit 25:14.
Mit der schon fast üblichen Warnung, den Gegner nicht erst ins Spiel kommen zu lassen, starteten wir in den zweiten Satz. Wir erarbeiten uns einen Vorsprung von 4 Punkten. Die Coschützer zeigten nun aber ebenfalls den Kampfgeist und den Willen zu gewinnen. Darauf konnten wir uns nicht sofort einstellen und die Konzentration lies nach. Dank der passenden Worte in der Auszeit kamen wir ins Spiel zurück und gewannen so auch Satz zwei mit 25:20.
Im 3. Satz schlichen sich dann die kleinen Fehler ein, die sofort bestraft wurden. Wir kämpften uns dennoch Punkt für Punkt wieder heran und hatten die Möglichkeit zum Satzgewinn. Leider fehlte es an der nötigen Genauigkeit im Spielaufbau und im Angriff und somit mussten wir uns in Durchgang drei 24:26 geschlagen geben.
Dank unserer treuen Fans und vor allem unserer Auswechslungsspielerinnen, die uns wieder neu motiviert haben, hatten wir einen guten Start in den 4. Satz. Wir fanden schnell in unser Spiel. Durch einen guten Spielaufbau, starke Angriffe und viele Blocks konnte der Satz (25:16) und somit das Spiel gewonnen werden.

Der Jubel war groß und Erleichterung machte sich breit. Warum der eine Satz verloren ging, war eigentlich keinem so recht klar. Die dabei verschwendete Energie, sollte uns an diesem Tag im Laufe des 2. Spiels noch bitterlich fehlen.

Mit dem zweiten Spiel wollten wir an den ersten Erfolg des Tages anknüpfen, doch das gestaltete sich schwieriger als gedacht. Von Anfang an war das Spiel ausgeglichen. Keine Mannschaft schenkte dem Gegner etwas und jeder Punkt musste hart erarbeitet werden. Dank guter Aufschläge und auch einem Quentchen Glück gewannen wir den ersten Satz mit 25:20.
So wie der 1. Satz zu Ende ging, fing der 2. Satz an. Wir erarbeiteten uns einen Vorsprung von 4 Punkten. Dies sollte auch den anderen Spielerinnen die Möglichkeit geben zum Einsatz zu kommen. Kristin kam für Suse und Susi besetzte die Diagonalposition. Unruhe und Nervosität machte sich in der Folgezeit in der Mannschaft breit. Es schlichen sich Abwehrfehler ein und somit kam kein Angriff mehr zu Stande. Mit dem Rückhalt der Fans, dem vorhandenen Vorsprung und den Ansprachen von Trainer Schmied gewannen wir auch den 2. Satz mit 26:24.
Uns war klar, wir müssen unser Spiel machen, um auch den 3. Satz zu gewinnen. Dabei begannen wir in der gleichen Formation wie zum Ende des zweiten Satzes. Die Konzentrationsschwäche bei uns und die Erfahrung der Damen aus Reudnitz führten zu einem Stand von 18:25 nach dem 3. Satz. Einzelne schöne Spielzüge waren zwar zu sehen, aber wir rannten permanent einem Rückstand hinterher. Nun hieß es den Satz abhaken und moralisch neu anfangen.
Die „Stammformation“ kehrte nun wieder auf’s Feld zurück, in der Hoffnung dem Spiel eine erneute Wende zu geben. Leider war der rote Faden bei uns jetzt gerissen und wir konnten nicht mehr an das 1. Spiel anknüpfen. Wir gaben uns nicht kampflos auf, aber es machte sich Verzweiflung breit. Unser großer Schwachpunkt war die Annahme / Abwehr und damit kam kein Angriff mehr zustande. Der vierte Durchgang ging mit 18:25 an die Leipzigerinnen.
So folgte der Entscheidungssatz. Mit starken Aufschlägen vom Gegner wurde unsere Schwäche in der Annahme wieder einmal deutlich. Bei einem Seitenwechsel mit einem Stand von 2:8 konnten wir uns nicht neu motivieren. Es gab noch vereinzelte schöne Spielzüge und auch Punkte auf unserer Seite, aber auch diesen Satz mussten wir mit 6:15 abgeben.

Klar war die Enttäuschung groß, aber man konnte an diesem Wochenende sehr zufrieden sein. Man darf nicht vergessen, dass wir eine neue Mannschaft geformt haben, die an diesem Spieltag gerade das zweite Mal zusammen gespielt hat.

Wir müssen weiter an unserer Technik arbeiten. Dank Schmied und seinem Training sollte das kein Problem werden. Mit der Mannschaft, der Einstellung und dem Selbstbewusstsein werden wir den harten November gut überstehen.

…Petra
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 19. November 2009 um 21:53 Uhr
 
 
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