29.01.2012 - Herren I - Pokalhalbfinale
Geschrieben von: Kevin Brunner   
Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 21:35 Uhr
Wenn um halb 8 Abends immer noch Bälle durch die Halle fliegen, dann riecht es doch verdammt nach Pokal…in diesem Fall Sachsenpokal 2. Runde, von vielen auch motivierend Halbfinale genannt. Im heimischen Charlodrom traf man auf die beiden Sachsenligisten Dresdner SC und Blau Weiß Hoyerswerda. Gesucht wurde ein Teilnehmer für das Sachsenpokalfinale im wohl ehrlichsten Modus überhaupt: Jeder gegen Jeden. Und wie heißt es so schön der Pokal hat seine eigenen Gesetze und so kam es zum ersten Rückschlag des Tages, denn Toffi’s Kessel war diesmal nur der 2. Größte in der Halle.

Wir begaben uns zunächst in die Zuschauerrolle und analysierten den unerwarteten 3:0 Sieg der Gäste aus „Hoywoy“ über die Gäste aus Elbflorenz.

Kurze Pokalblitztabelle nach 1 von 3 Spielen:
1.    HoyWoy      2 Punkte + 3 Sätze
2.    Textima    0 Punkte +– 0 Sätze
3.    DSC        0 Punkte – 3 Sätze    

Dadurch qualifizierten sich die Dresdner als erstes gegen die Horden aus Karl-Marx-Stadt antreten zu dürfen. Leider waren aber diesmal von den Horden gar nicht so viele anwesend. Genauer genommen fehlten uns „two and a half men“ oder besser gesagt „two men and a half  Rübe”. Ohne Henne (von Seiten der DSC Akteure auf ihrer Homepage als unser wichtigster Außenangreifer genannt.. die Schleimer), unseren Mittelblockhenker Micha und den erst später dazukommenden Rübe stellte sich unser Team somit an diesem Tag auch fast von selber auf. Es begannen Daniel (Z), Urmännl & Tele-Torsten (A), der schöne Pete & Kesselchen (M), Axel (D) und Kevin (L).  

Zu Beginn des Spiels war all zu großer Klassenunterschied nicht zu sehen. Den ersten Durchgang konnten wir komplett offen gestalten. Zwischenzeitlich uns sogar einen 2 Punkte Vorsprung erarbeiten (14:12). Diesen holten die Dresdner aber umgehend auf und zwangen uns beim Stand von 17:19 und 20:22 zu zwei Auszeiten. Coach Elvis beschwor noch mal, dass der Satz noch nicht weg war. Es zeigte Wirkung wir kämpften uns auf 22:22 heran und sogar zum 23:22 vorbei. Ins Ziel retten konnten wir die enge Kiste leider nicht und verloren am Ende gegen die in dieser Phase etwas cleverer spielenden DSCler noch knapp mit 24:26.

Inzwischen, vor Beginn des zweiten Satz, stieß auch endlich Rübe zu uns und wir konnten nun auch im etwaigen Fall mit etwas mehr Optionen in der Aufstellung arbeiten. Doch durch die gute Vorstellung im 1.Satz bestand kein Grund zum Wechsel. So ging es in den zweiten Satz und es entwickelte sich wieder diese zähe K1 Schlacht. Vielen Dank an dieser Stelle für den geschenkten „gelben“ Punkt der Dresdner. Beim Stand von 7:5 kam Daniel zum Aufschlag…schöne Sache, denn er verließ die Position unterstützt durch gute Block und Abwehrarbeit erst 6 Punkte später wieder. Mit diesem Vorsprung ließ sich natürlich etwas befreiter Aufspielen und es gelangen in dieser Phase auch Sachen, die vielleicht bei eigenem Rückstand in die Buchse gegangen wären. Wir spielten den Satz sicher zu Ende. Beim Stand von 23:17 kam es dann zum Comeback vom Mamö (neuerdings besser als „Mölle“ bekannt) nach längerer Verletzungspause. Er ersetzte Daniel, stärkte vorne den Block und hatte so auch seinen Anteil am 25:18 Satzerfolg.

Auch der 3.Satz begann unverändert…zumindest Aufstellungstechnisch, denn spielerisch war es jetzt eine andere Welt. Dresden spielte nun mit dem Bewusstsein, die nächste Runde nicht mehr erreichen zu können, ohne Druck. Von Beginn an waren wir immer 2-3 Punkte hinten dran. Im Aufschlagen waren wir hier nun zu harmlos und unseren K2 bekamen wir nicht wirklich zum laufen. Die Dresdner schossen sich so den Frust über das Ausscheiden von der Seele. Vor allem der gegnerische Dia wusste immer wieder gegen uns zu punkten. Auch die Wechsel Rübe für Torsten (11:16) und Ich für Daniel (12:22) konnten keine Besserung bewirken. Am Ende bekamen wir doch recht deutlich mit 14:25 den Unterschied zwischen Sachsenklasse und Sachsenliga aufgezeigt, den wir vorher noch bestens kaschieren konnten.

Im 4. Satz stellte Coach Elvis etwas um und brachte mich ins Zuspiel. Doch auch in diesem Satz liefen wir von beginn an einem Rückstand hinterher. Wie im Satz zuvor gelang es uns nicht so recht die taktischen Vorgaben vom Trainer vollends umzusetzen. Vor allem im Aufschlag machte sich dies bemerkbar. Auch Wechsel auf der Diagonalposition (Rübe für Axel) und auf Außen (Daniel für Torsten) konnten uns nicht den entscheidenden Ruck geben den Bock noch mal umzustoßen. Mit 21:25 und schlussendlich mit 3:1 gewann die etwas clevere und erfahrenere Mannschaft aus der Landeshauptstadt verdient die Partie. Dennoch muss man sagen, mit etwas mehr Gehorsam auf die taktischen Anweisungen von außen und mit allen Leuten an Bord wäre vielleicht noch etwas mehr möglich gewesen. Aber der Konjunktiv ist bekanntlich meistens der Begleiter des Verlierers oder anders gesagt „hätte, hätte…Fahrradkette“.

Kurze Pokalblitztabelle nach 2 von 3 Spielen:
1.    HoyWoy      2 Punkte + 3 Sätze
2.    DSC        2 Punkte – 1 Satz
3.    Textima    0 Punkte – 2 Sätze    

Somit sah es wie folgt aus: Schlagen wir Hoyerswerda wären alle Mannschaften Punktgleich und es käme auf die Sätze an. Unser Ziel musste also sein, so deutlich wie möglich zu gewinnen. Aber leicht gesagt, wir spielen hier nicht gegen ein Freizeitteam sondern gegen eine gestandene Sachsenliga Mannschaft die im ersten Spiel des Tages zeigte, zu was sie fähig ist.

Die Kohlen aus dem Feuer sollten zu Beginn des zweiten Spiels Daniel auf Zuspiel, Urmännl und Torsten auf Außen, Mölle (früher als Mamö bekannt) und Toffi auf Mitte, Rübe auf Dia und wie gewohnt Kevin als Libero holen.
Hoyerswerda präsentierte sich, wie schon im ersten Spiel, sehr sicher und fehlerarm im eigenen Spiel. Auch bekamen wir anfangs nur schwerlich die gegnerischen Mitten wirklich zu fassen.
Mit stetigen 3-4 Punkte Rückstand ab der Satzmitte gaben wir den 1. Satz auch trotz taktischer Wechsel mit 22:25 ab.

Der zweite Satz wies das gleiche Ergebnis auf…nur diesmal für die Guten. Wink
Bis zu Satzmitte war es ein Spiel auf Augenhöhe. Beim Stand von 15:16 zog dann Elvis alle Register und vollzog einen Diagonalwechsel der etwas anderen Art. Ich kam für Axel aufs Feld und übernahm das Zuspiel, während Hauptzuspieler Daniel auf dem Feld blieb und nun als neuer Diagonalangreifer spielte. Diese Umstellung und Daniels unnachahmlicher rechter Armzug machte den Gästen ordentlich zu schaffen. Zudem wurden nun auch vermehrt immer mehr Perlen im Block ausgepackt. Beim Stand von 23:21 erfolgt dann der Rückwechsel. Nun wollte auch der 1.Schiedsrichter seinen kulturellen Unterhaltungsbeitrag dieses Volleyballtages los werden und gab Daniel eine gelbe Karte für das folgende Vergehen: Daniel warf den Ball mit von mir grob geschätzt 5 (+ - 1) km/h übers Netz um den Gästen den Aufschlag zu ermöglichen. Ende. Wer Daniel kennt weiß, was das für ein von Emotion schäumender Spielertyp ist… Smile Nun gut sei es drum, wir ließen uns den Satz auch davon nicht mehr nehmen.

Satz 3 sah dann wieder Hoyerswerda vorne. Nach anfänglicher Führung (Auszeit Hoywoy 3:6) übernahm der Sachsenligist wieder das Zepter und zog aus guter Annahme und flexibler Feldabwehr ihr effektives Spiel auf. Unsere Defensivkünste waren auch wirklich gut nur brachten wir in dieser Phase den Ball einfach nicht (punkt)gewinnbringend im gegnerischen 9x9 unter.

Satz 4 begann personell fast unverändert, einzig der Autor dieses Textes ersetzte Daniel im Zuspiel. Die Gäste ließen nun etwas in ihrer Konzentration nach. Verständlich waren sie doch mathematisch bestens im Bilde und wussten das diese gewonnenen Sätze schon zum weiterkommen reichten. Wir nutzten das und spielten einfach unser Spiel von Anfang bis Ende durch. Aus einer stabilen Annahme wurden sichere K1 Punkte erzielt und immer wieder gelang es auch durch gute Block/Abwehrleistung und ordentlichen Umkehrspiel Punkte im K2 zu sammeln. Auch die Diagonalwechsel Taktik von Elvis zeigte wieder Früchte, die nun immer häufiger geerntet wurden. Ende vom Lied war ein 25:14 im 4. Satz.

Auch wenn es für uns rechnerisch nicht mehr möglich war, die nächste Runde zu erreichen, wollten wir doch jetzt wenigstens den Prestigesieg im Tie-Break nach Hause bringen bzw. zu Hause lassen. Und ohne lang drum rum zu faseln mit 15:11 (trotz 2:5 Rückstand zu Beginn) sollte uns dies auch gelingen. Wir knüpften an die gute Leistung aus dem vorhergehenden Satz nahtlos an.

Auch wenn wir am Ende aufgrund der Satzverhältnisse das Finale nicht erreicht haben, kann man auf die 2 Spiele und die 4 gewonnen Sätze positiv blicken. Am Ende hat es eben die Mannschaft die an diesem Tag mehr Sätze gewinnt als verliert auch verdient ins Finale zu kommen. Wir nehmen das positive Gefühl und eine tolle kämpferisch starke und mannschaftlich geschlossene Leistung mit in die nächsten Begegnungen im Ligabetrieb.

Pokaltabelle nach 3 von 3 Spielen:
1.    HoyWoy      2 Punkte     5:3 Sätze
2.    Textima    2 Punkte     4:5 Sätze
3.   DSC        2 Punkte     3:4 Sätze

In die schwarz/roten Textimatrikots schwitzten: Tele-Torsten, Toffi, Krawall-Daniel, Urmännl, der schöne Pete, Party Rübe, Axel, Mölle formerly known as Mamö, Kevin und Jenser

An der Seitenlinie: Coach Elvis und „Maskottchen“ Sasch Smile

Jenser







Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 21:40 Uhr
 
 
  © 2007 - 2018 by adagge.de